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Text am 26.04.2012 von Experimentiert.com

Die Technik-, Telekommunikations- und Computerbranche scheint mittlerweile in jeden Bereich unseres Alltagslebens Einzug gehalten zu haben. So stellen Smartphones und Tablet-PCs derzeit den Trend dar und werden mittlerweile sehr häufig genutzt. Nahezu jeder zweite unter 30 Jahren darf entweder ein Smartphone oder ein Tablet-PC sein Eigen nennen. Wesentlich häufiger sind jedoch Smartphones vertreten. Mit dem Auftürmen der Smartphone-Welle hat sich (nicht nur in Deutschland) ein weiterer Trend auf dem Technik-Markt allmählich durchsetzen können: Das „Cloud-Computing“.

Sicher, der Begriff stammt aus dem Englischen, doch selbst der angelsächsischen Sprache bewanderte Personen können mit „Wolken Rechenzentrum“ wenig anfangen. Was mit dieser Begriffskombination gemeint ist, wodurch sie sich auszeichnet, in welchen Alltagssituationen sie derzeit zu nutzen ist und wo eventuelle Gefahren des neuen Wolken-Trends lauern, erläutern die folgenden Zeilen.

Was ist Cloud?

Ein jedes Handy, ein jeder PC und selbst das Navigationsgerät müssen von Zeit zu Zeit auf diverse Daten zurückgreifen. Um diese immer mit sich führen zu können, sind deshalb die meisten Geräte mit einem – mehr oder weniger großen – internen Speichervolumen ausgestattet. Dies beträgt je nach Modell einige MB, GB oder sogar TB! Dennoch: Bei vielen technischen Gräten ist nach dem Speichern etlicher Dateien irgendwann Schluss mit dem freien Speichervolumen: Solange kein unbenötigter Speicher gelöscht oder ein weiteres Speichermedium angeschlossen beziehungsweise eingebaut wird, gelangt das Gerät – sei es nun der klassische PC oder aber das Smartphone – an seine Funktionsgrenzen.
Genau an diesen Punkt setzt das „Cloud-Computing“ an. Historisch gesehen wurde diese Verrechnungsvariante zwar für IT und EDV Unternehmen entwickelt, doch seit dem allumfassenden Smartphone-Hype konnte sich diese Technik auch für den privaten Konsum als profitabel erweisen.

Die Grundlage des Cloud-Computing besteht aus dem Ablegen diverser Dateien in einem, für den Nutzer meist unzugänglichen, Volumen, vergleichbar mit bisherigen Servern. Der große Vorteil des Cloud-Computing besteht in den so genannten Poolingeffekten: Anstatt der einmaligen Benutzung eines Programms, wird der Dienst nur einmal vom Kunden gemietet, und anschließend an den nächsten Kunden weiter gegeben. Somit muss der Dienst nicht immer wieder neu gestartet und beendet werden. Diese Funktion bezeichnet man auch als „Platform“ oder „Infrastructure“ Computing. Hierbei steht also weniger der Speicher im Vordergrund. Vielmehr werden einzelne Dienste, wie etwa das Ausführen eines Programms (Adobe, Google Webapps etc.) kurzzeitig genutzt.

Vorteile

Das Geschäftsmodell der „Wolken Verrechnung“ gibt es schon einige Jahre. Doch für den PC und das Eigenheim war diese Technik nie wirklich gefragt. Denn die Festplatten der PCs konnten per Cloud-Computing nur zu einem sehr geringen Prozentsatz erweitert werden. Auch das Mieten der Dienste brachte für den klassischen Computer Nutzer wenig Vorteile.
Anders sieht es jedoch bei der Verwendung der kleinen mobilen Alleskönner, Smartphones, aus. Denn Speicher sowie Prozessorleistung sind bisweilen noch stark begrenzt: Ein zusätzlicher Speicher- und/ oder Prozessorzusatz kann demnach eine deutliche Attraktivitätssteigerung mit sich bringen.
So darf der Nutzer seine Bilder-, Musik- und Videodateien per Knopfdruck, beziehungsweise per Touchscreen-Berührung, ganz bequem in die metaphorische Wolke schicken. Dort werden diese dann gespeichert und (mehr oder weniger effizient) vor Fremdeingriffen geschützt. Möchte der Nutzer nun seine Daten nutzen, kann er diese dank der, mittlerweile sehr gut ausgebauten, mobilen Datenverbindungen per HSPDA oder LTE Verbindung in wenigen Millisekunden auf sein Handy, Tablet PC etc. laden. Ein Speichergewinn von 20 bis 50 GB stellt somit einen weiteren erheblichen Nutzfaktor dar.

Gefahren

Wie bereits angesprochen, gelingt es den meisten Anbietern recht gut, die gespeicherten Daten vor Fremdnutzern zu schützen. Doch wie bei jedem Sicherheitssystem gibt es auch beim Cloud-Computing ein paar Sicherheitslücken. Die größte Schwachstelle stellt derzeit übrigens die mobile Datenübertragung dar. Denn während bei der Nutzung eines Intranets, also einer von der Außenwelt abgeschlossenen Netzwerkverbindung, keinerlei Fremdeinwirkungen erfolgen können, besteht bei der „Übertragung durch die Luft“ durchaus die Gefahr, dass sich böswillige Hacker quasi zwischen Sender und Empfänger setzen und somit entweder Passwörter ausspähen oder die Daten manipulieren. So könnten durchaus Trojaner oder andere Schadviren auf das Nutzgerät oder aber auch auf die Wolke gespielt werden. Ist letztere erst einmal befallen, kann dies auch Auswirkungen auf andere Nutzer haben: Eine Cloud wird nämlich immer unter mehreren Nutzern aufgeteilt!
Zudem gilt nach dem Herunterladen stets das Überprüfen der Dateien auf Viren – in der Praxis entpuppt sich diese Sicherheitsmaßnahme jedoch als äußerst umständlich und deshalb kaum durchführbar.

Anwendung in der Praxis
Cloud-Computing hat mittlerweile auch bei vielen Unternehmen Einzug gehalten. Die Nutzung von Cloud-Diensten erstreckt sich über mobilen Speicherplatz bis hin zu Unternehmenssoftware, wie z.B. Lösungen für die Finanzbuchhaltung, das Kundenbeziehungsmanagement oder die Rechnungserstellung. Cloud-Services sind meistens effizienter, als Server im Unternehmen breitzustellen und Mitarbeiter für die Wartung, Steuerung und Pflege einzustellen. Cloud-Lösungen werden durch den Anbieter betrieben und gewartet. Auch Updates müssen nicht durch den Nutzer installiert werden. Das erledigt ebenfallt der Anbieter. Das bringt einem Unternehmen größeres Einsparpotenzial gegenüber den bisherigen Varianten.

Fazit
Cloud-Computing ist sicherlich ein Trend. Nicht nur durch den immer beliebteren Online-Speicherplatz für private Nutzer, sondern auch vermehrt für professionelle Anwendungen im öffentlichen und gewerblichen Bereich. Klar ist: Die Sensibilisierung für den Umgang mit Cloud-Services und personenbezogenen bzw. sensiblen Daten darf nicht vernachlässigt werden. Wenn diese Faktoren jedoch berücksichtigt werden wird das Cloud-Computing in Zukunft noch mehr unseren Lebensalltag bestimmen und leichter machen.



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Hallo, sehr interessanter Bericht der auch das für und wider aufzeigt. Heutzutage kommen immer neue innovative Services auf den Markt die sich sch...

[Meinung von Lukas]
Das mit dem Cloud Computing ist im Prinzip schon eine tolle Sache! Auf alle wichtigen Daten von überall auf dem Globus aufrufen zu können ist natür...

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